Anna (16), Praktikantin bei iCrossing: „Facebook ist das beste soziale Netzwerk der Welt!“

Jun. 25, 2012 | von Anna Schuster

iCrossing-Praktikantin Anna (links) mit Freundin auf einer Klassenfahrt in Weimar

Hi! Mein Name ist Anna Vivien Schuster, ich bin 16 Jahre alt und mache gerade ein Schülerpraktikum bei iCrossing. Für die Zeit des Praktikums bin ich nach Bayern gezogen. Eigentlich wohne ich in Mäc-Pomm (also Mecklenburg-Vorpommern) und gehe auch da zur Schule. Selbst nach dieser kurzen Zeit hier in Bayern steht für mich eines fest: beide Bundesländer sind für mich so verschieden wie Tag und Nacht. Dennoch eint die Bewohner beider Landstriche vielleicht eines: die gemeinsame Begeisterung für Facebook. Für mich steht jedenfalls fest, Facebook ist das beste soziale Netzwerk der Welt!

Jeden Tag, wenn ich aus der Schule nach Hause komme, gehe ich erst mal online, um mich bei Facebook einzuloggen – und zwar noch bevor ich etwas gegessen oder meine Hausaufgaben erledigt habe. Manche würden mich als süchtig bezeichnen, aber damit bin ich in bester Gesellschaft. Auch meine Freunde und viele andere Leute, die ich kenne, machen das genauso – und somit fühlt es sich für mich ziemlich normal an.

Manche (und sicher auch ich) würden sicher sagen, es ist „überlebenswichtig“ in und auf Facebook zu sein. Schließlich erfährt man nur so unkompliziert und schnell alle wichtigen Neuigkeiten aus dem Leben von Freunden, Bekannten und manchmal sogar von der eigenen Familie – gerade wenn diese verstreut und viele Kilometer entfernt lebt.

Wenn man möchte, kann man die Posts der anderen kommentieren, liken oder vielleicht sogar teilen. Nicht einmal ein E-Mail-Account oder ein Handy braucht man mehr, eine Chat- und Nachrichtenfunktion liefert Facebook gleich gratis mit. Facebook ist sozusagen wie das Schweizer Messer unter den Kommunikationstools. Damit nimmt mir das Netzwerk viel Arbeit ab. Statt mühselig an alle Kontakte SMS zu versenden, holt sich jeder einfach die Info, die er von mir braucht, von meiner Wall.

Spiele sind mein persönliches Facebook-Schmankerl – so sagt man doch hier in Bayern? Ich spiele eigentlich ständig, vor allem „Monster World“. Dabei kann ich super abspannen und alles Negative des Tages vergessen. Auch fast alle meiner  Freunde spielen auf Facebook. Zum Teil aus den  gleichen Gründen wie ich oder auch einfach, weil ihnen langweilig ist und sie sonst nichts mit sich anzufangen wissen.

Manche nutzen Facebook leider aber auch, um andere öffentlich fertig zu machen. So geschehen bei einem Mädchen aus meiner Klasse. Sie hatte in einem Post geschrieben, dass sie am Nachmittag zum See fahren würde.  Daraufhin folgten prompt so gehässige Kommentare wie „…wieso gibt es hier keinen ‚Gefällt- mir-nicht-button’? …“ oder „…gut, dass du Bescheid sagst, dann bleiben wir heute alle zu Hause…“. Sie blieb jedenfalls den nächsten Tag zu Hause. Ich fand die Kommentare der anderen ziemlich daneben.

Für mich ist das Thema „öffentliches“ Online-Mobbing der einzige Nachteil an Facebook. Meine Eltern sehen das sicher anders und denken, dass ich zu viel über mich und aus meinem Leben preisgebe. Ich finde, dass das Blödsinn ist. Schließlich verrate ich in einem persönlichen Gespräch genauso viel bzw. genauso wenig über mich.

Positiv ist auf jeden Fall, dass man mal schnell die ganze Klasse fragen kann, was man für Hausaufgaben auf hat – gerade, wenn man vergessen hat mitzuschreiben oder krank war. Dazu muss man nicht mal jemanden anrufen, der dann vielleicht doch nicht ans Telefon geht.

Am schlimmsten ist für mich die Zeit, wenn ich in den Urlaub fahre und eine oder zwei Wochen nicht auf Facebook gehen kann. Dann fühle ich mich ziemlich abgeschnitten von der Welt. Wenn ich dann nach einer Urlaubsreise wieder online gehe, brauche ich meist einen ganzen Tag, um wieder up-to-date zu sein.

Wenn man mich also fragen würde, wie man mich näher kennlernen kann bzw. welches soziale Netzwerk am coolsten ist, so würde ich ihm sicher antworten: „Meld dich bei Facebook an!“

 Autorin: Anna Vivien Schuster

Anna Vivien Schuster (16), ist noch Schülerin und absolviert derzeit ein Praktikum bei iCrossing. Ihre große Passion ist Facebook. Wenn Sie mal nicht online ist, trifft sie sich gern offline mit Freunden an einem der zahlreichen Seen in ihrer Heimat Mecklenburg-Vorpommern. Anna mag Pferde über alles und voltegiert auch selbst – für alle, die nicht wissen, was das ist: es ist das Ausführen von Kunststückchen auf dem Pferderücken, z.B. auch Saltos. Später möchte sie auf jeden Fall ein schnelles, getuntes Auto fahren und in einer großen Stadt leben.

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